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Lebensgefährlicher Vitamin-D-Mangel: Neue Studie veröffentlicht erschreckende Zahlen – inFranken.de

Nahrungsergänzungsmittel sollen unseren Körper gesund und fit halten Deswegen greifen viele Menschen auf sie zurück. Ob diese wirklichen einen positiven Effekt auf den Körper haben, hat eine amerikanische Studie nun überprüft. Symbolbild: pixabay.com/stevepb

Franken

Nahrungsergnzungsmittel: Kann man Vitaminmangel mit Tabletten ausgleichen?

Eine erhhte Sterblichkeit und der Mangel von Vitamin D stehen in einem engen Zusammenhang. Vor allem bei Menschen im jngeren und mittleren Alter konnten Parallelen gefunden werden. Auch erschreckend ist, dass der Vitamin D-Mangel insbesondere mit durch Diabetes verursachten Todesfllen in Verbindung gebracht werden konnte.

Studie zu Mangel an Vitamin D: 78.581 Patienten fr Studie untersucht

Viele Studien belegten bereits den Zusammenhang zwischen der erhhten Sterblichkeit und dem Mangel an Vitamin D. Ein groer Teil der Forschung lsst sich jedoch auf die Untersuchung von lteren Testpersonen zurckfhren. Hier kann eine Beeinflussung der Ergebnisse durch eine erhhte Rate an Vitamin D-Supplementierung nicht ausgeschlossen werden.

In der Abteilung fr Labormedizin des Allgemeinen Krankenhauses in Wien wurden zwischen 1991 und 2011 bei insgesamt 78.581 Patienten (31,5 % mnnlich, Durchschnittsalter bei 51 Jahren) Messungen zum Vitamin D-Gehalt im Krper durchgefhrt. Die Forschenden der neuen Studie nutzten Daten aus den Aufzeichnungen und verglichen diese mit dem sterreichischen Sterberegister. Die Patienten wurden nach Mglichkeit bis zu 20 Jahre lang (Durchschnittszeit lag bei 10,5 Jahren) nachbeobachtet.

Hoher Vitamin D-Spiegel: 40 prozentige Verringerung des Sterberisikos

Als Mittelwert fr den Blutspiegel von Vitamin D wurden 50 nmol/l verwendet. Dieser Wert konnte dann mit einem niedrigen Blutspiegel – 10 nmol/l – und einem hohen Blutspiegel – 90 nmol/l – von Vitamin D verglichen werden.

Es stellte sich bei diesen Beobachtungen heraus, dass ein niedriger Vitamin D-Blutspiegel mit einem zwei- bis dreifachen Anstieg des Todesrisikos assoziiert wurde. Bei Patienten im Alter von 45 bis 60 Jahren konnte hier der grte Effekt (2,9-fach erhhtes Risiko) beobachtet werden.

Eine Verringerung der Gesamtmortalitt um ganze 30-40 Prozent konnte bei einem Blutspiegel von 90 nmol/l gesehen werden. Auch hier wurde der grte Effekt bei Testpersonen im Alter von 45 bis 60 Jahren (40 prozentige Verringerung des Risikos) gesehen. Lediglich bei Patienten ber 75 Jahren wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Sterberisiko und dem Vitamin D-Blutspiegel gefunden.

Ursachenspezifische Sterblichkeit: Diabetes-Erkrankte reagieren besonders auf Mangel

In der Studie untersuchten die Wissenschaftler auch den Zusammenhang von ursachenspezifischer Mortalitt und dem Vitamin D-Blutspiegel. Die Forschenden waren berrascht zu sehen, dass der grte Zusammenhang nicht etwa mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs festgestellt werden konnte, sondern eine ganz andere Krankheit am intensivsten auf einen Vitamin D-Mangel reagierte.

Es stellte sich heraus, dass Patienten, welche an Diabetes erkrankt waren und sich in der Vitamin D-Mangelgruppe (weniger oder gleich 50 nmol/l) befanden, ein 4,4-fach hheres Risiko aufwiesen, an der Krankheit zu sterben, als die Diabetes-Erkrankten, welche sich nicht in der Mangelgruppe befanden. Es ist fr Menschen, die an Diabetes leiden, also besonders wichtig, dass der Vitamin D-Gehalt im Krper gut reguliert ist und keine Mangelerscheinungen auftreten.

Die Wissenschaftler kommen am Ende der Studie zu dem eindeutigen Ergebnis, dass ihre Daten “einen starken Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel (unter 50 nmol/l) und erhhter Mortalitt” besttigen. Laut dem Team ist die Assoziation “am ausgeprgtesten in jngeren und mittleren Altersgruppen und bei Todesursachen auer Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Diabetes.”

Es ist also jedem empfohlen, den eigenen Vitamin D-Gehalt im Krper immer im Auge zu behalten, um Mangelerscheinungen und ein erhhtes Sterberisiko zu vermeiden.

 

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